Fahrerschulung für Qbuzz, Groningen-Drenthe

Bus drivers training Ebusco
Datum der Veröffentlichung
Kategorie

Datum: 11. bis 15. November 2019

Wer: Qbuzz-Busfahrer, Teamleiter und Transport-Assistenten

Ausbilder: Harm Hofman und Maurice Toepoel (Ebusco)

Ort: Qbuzz, Groningen (Niederlande)

In der Woche vom 11. bis zum 15. November haben Maurice Toepoel und Harm Hofman (Ebusco) 60 Busfahrer, Mitarbeiter des technischen Supports und Teamleiter von Qbuzz geschult. Die Schulung bestand aus einer Session am Vormittag und einer am Nachmittag. Vormittags wurden die Fahrer auf unserem Bus geschult und nachmittags auf einem anderen neuen Bus, der in Groningen-Drenthe (Niederlande) zum Einsatz kommen wird.

Ziel der Schulung
Das Ziel der Schulung besteht darin, Busfahrern und Managern theoretische und praktische Kenntnisse zu diesen neuen Elektrobussen zu vermitteln. Diese Busse (Ebusco 2.2 Busse) werden in den nächsten 10 Jahren den Regionalverkehr in Groningen und Drenthe sicherstellen.

Wir helfen Ihnen dabei, eine einfache Diagnose durchzuführen und einfache Fehlfunktionen selbst zu beheben. Da Hochspannung zum Einsatz kommt, wurden Sicherheitsbelange umfassend erklärt, so dass jeder genau weiß, was er anfassen darf und was nicht. Wir geben auch ein paar Tipps und Tricks zum „New Driving*“ weiter.

Theoretischer Teil

Maurice leitete den theoretischen Teil der Schulung.

„Ich habe mit einer allgemeinen Erklärung dazu angefangen, wer oder was Ebusco eigentlich ist. wo und wie E-Busse hergestellt werden und was die wichtigsten Unterschiede zu Dieselbussen sind.

Darüber hinaus helfen wir Ihnen dabei, eine einfache Diagnose durchzuführen und einfache Fehlfunktionen selbst zu beheben. Während dieser Schulung haben wir auch eingehend über das Prinzip „Train the Trainer“ gesprochen. So haben wir beispielsweise ausdrücklich vereinbart, wie diese 60 Teilnehmer ihr Wissen an ihre Kollegen weitergeben, damit alle Fahrer, die diese Busse fahren werden, im Straßenverkehr ganz sicher fühlen können.

Bus drivers training Ebusco

Maurice Toepoel bei der Erläuterung der Theorie

Nach dem Theorieteil gingen wir nach draußen – zum Bus –und zeigten direkt, was man anfassen darf und was nicht und warum das so ist. Da ein Elektrobus selbstverständlich mit Hochspannung betrieben wird, ist der richtige und sichere Umgang von größter Wichtigkeit.

Wir haben sichergestellt, dass wir dieses Thema umfassend behandeln, um zu gewährleisten, dass sich die Fahrer mit unseren Bussen im Straßenverkehr ganz sicher fühlen“, erklärte Maurice.

Wir haben die Schulung wirklich „praktisch“ gestaltet. Mit anderen Worten, die Teilnehmer haben ihre Erfahrungen selbst gemacht und sind zusammen auf Antworten gekommen. Wir haben dafür gesorgt, dass die Teilnehmer den Bus wirklich verstehen und hierzu verschiedene Übungen durchgeführt. Ein Beispiel war eine Diagnose-Übung: Welche Warnungen können auf dem Armaturenbrett erscheinen und welche Maßnahme sollten Sie in solchen Fällen ergreifen?

Bus drivers training Ebusco

Maurice Toepoel führt den E-Bus von Ebusco vor

Praktischer Teil

Danach kam die Praxis dran: Jeder (nun … jeder mit einem Führerschein) durfte eine Zeit lang fahren, damit jeder selbst erleben konnte, wie sich das bei einem Elektrofahrzeug anfühlt. Dies erfolgte unter der Anleitung von Harm Hofman. Harm verfügt über 35 Jahre als Omnibus- und Reisebusfahrer. Er arbeitet bereits seit vielen Jahren als Fahrer bei Ebusco. Harm ließ die Qbuzz-Mitarbeiter eigene Erfahrungen im Hinblick darauf machen, wie das Fahren mit einem Elektrobus funktioniert. Er ist ein großer Anhänger des „New Driving“ (auch  One Pedal Driving genannt), das selbstverständlich auch bei Elektrobussen angewendet werden kann.

„Ich lasse die Fahrer mit Topgeschwindigkeit losfahren und dann lasse ich sie bremsen, indem sie den Fuß vom Gas nehmen. Dann fühlt man den Bremseffekt des Motors.

Das erste Feedback, was ich danach von den Fahrern erhielt, war: „Er läuft ruhig“ und „Hey, er ist wirklich leise“. Und von denjenigen, die noch nie ein Elektrofahrzeug gefahren waren: „Er lässt sich tatsächlich genauso fahren wie ein Dieselbus“

Bus drivers training Ebusco

Harm Hofman lässt die Qbuzz-Mitarbeiter eigene Erfahrungen im Hinblick darauf machen, wie das Fahren mit einem Elektrobus funktioniert.

Die am häufigsten gestellte Frage war: „Reicht die Reichweite aus? Bleibe ich nicht einfach irgendwann liegen? “

Harm sagt: „Mit diesem Elektrobus von Ebusco kann man, wenn man mit einer vollen Batterie startet, 350 km weit fahren. Wenn man also bei 90 % ist, kann man immer noch 315 km fahren.“

Harm hat ein schönes, praktisches Beispiel gegeben: „Ich bin vor Kurzem von Deurne (in der Nähe von Eindhoven) nach Brüssel gefahren (120 km eine Strecke). In Brüssel bin ich einige kurze Strecken gefahren und habe mich dann mit 49 % Batteriekapazität auf den Rückweg gemacht. Um es zu testen, bin ich auf der Autobahn nicht mit 80 km/h sondern mit 70 km/h gefahren. Und wissen Sie, wie viel Batteriekapazität ich noch übrig hatte, als ich wieder in Deurne war? Nicht weniger als 25 %! Das macht also wirklich etwas aus und man kann immer damit spielen, falls man befürchtet, dass die Reichweite für eine bestimmte Strecke nicht mehr reicht.“

Darüber hinaus gibt es auch 8 Depots, die über Groningen und Denthe verteilt sind, in denen man immer zwischenladen kann, falls dies erforderlich ist. Sie sind in erster Linie dafür gedacht, die Busse nachts zu 100 % zu laden, stehen jedoch auch tagsüber zum Nachladen außerhalb der Stoßzeiten zur Verfügung.

Ebusco wünscht allen Fahrern in Groningen-Drenthe in den nächsten 10 Jahren viel Erfolg und Spaß mit diesen neuen Elektrobussen von Ebusco. Auf viele sichere mit Elektroantrieb zurückgelegte Kilometer!

 

* „New Driving“ ist die niederländische Benennung für einen Fahrstil, der bei modernen, computergesteuerten Motoren in neuen Fahrzeugen genutzt wird, um Kraftstoff zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren.

 

Weitere Informationen über die Bus-Konzession GD2020

12 Januar 2022Pressemitteilung
Neue Ordnung in München