11 Jahre Ebusco

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Dass die Zukunft sowohl des öffentlichen Verkehrs als auch des regulären Transports in Elektrofahrzeugen und -bussen liegt, darüber sind sich die meisten Länder und Unternehmen mittlerweile einig. Peter Bijvelds gründete Ebusco bereits vor 11 Jahren, als der elektrische Transport lediglich ein Konzept war.

Der Ursprung von Ebusco

Peter war im Urlaub in China, wo ihm auffiel, dass fast alle Fahrzeuge und auch Busse elektrisch waren. Er war erstaunt, wie weit voraus dieses Land in Sachen elektrischer Transporte war und begann in seinem Kopf mit der Idee zu spielen, dass dies auch in den Niederlanden und in Europa umgesetzt werden sollte. 2010 kam Peter auf die Idee, Ebusco als Start-up-Unternehmen in einem Nischenmarkt zu gründen. Zu Beginn erfuhr Ebusco, dass die Firma in einem Markt hinein gegründet wurde, den es noch gar nicht gab, die Zeit war noch nicht reif. Am Anfang stand „das perfekte Zusammenspiel aller elektronischen Komponenten und ein entsprechendes Sortiment“, so Peter Bijvelds. Im Jahr 2012, zwei Jahre nach der Projektphase, wurde Ebusco BV gegründet, weil das Geschäftsmodell erfolgreich war.

ING

„Die ING Groep N.V., ein niederländischer Banken-und Versicherungs-Dienstleister, ist Partner und Investor von Ebusco“, so Peter. Im Jahr 2016 wurde ING Anteilseigner bei Ebusco, was viele weitere Möglichkeiten mit sich brachte. „In den Niederlanden ist es das Leasing, das die Busindustrie am Laufen hält. Elektromobilität ist vergleichsweise kapitalintensiv und die schlechten Margen und die zunehmende Digitalisierung haben den Markt verändert.“ Viele Busbetreiber sind auf cash-effizientes Leasing von Bussen umgestiegen, das ist auch aus steuerlicher Sicht vorteilhafter, da das Eigenkapital nicht mehr so oft in der üblichen Form eingesetzt wird. Bei ING hat man den Wandel in der Busbranche frühzeitig erkannt und eine Zusammenarbeit mit Ebusco begonnen. 70 % der Busse in den Niederlanden sind inzwischen mit einem Leasingvertrag abgedeckt. Neben den Niederlanden sind auch viele andere Länder dabei, ähnliche Veränderungen vorzunehmen.

 

Entwicklung

Vom ersten Prototyp im Jahr 2012 an hatte Ebusco mit der Entwicklung der Busse begonnen. Im Jahr 2016 hatte Ebusco seinen ersten Auftrag über 10 Busse für Qbuzz in den Niederlanden. Zwei Jahre später folgten weitere 37 Busse für Qbuzz. Von diesem Zeitpunkt an begann der Elektrobusmarkt in den Niederlanden und in Europa stetig zu wachsen. Im Jahr 2019 hatte Ebusco sogar den bisher größten Auftrag für Elektrobusse an Land gezogen, 156 Busse für TransDev. Im Jahr 2018 hatte Ebusco noch rund 40 Mitarbeiter, die bis 2021 auf über 200 Mitarbeiter angewachsen sind.

 

Ebusco jetzt & Pläne für die Zukunft

Ebusco ist zusammen mit dem Markt und den Bedürfnissen der Kunden gewachsen. Ebusco hat mehrere fortschrittliche Serien, die auf dem Markt gut funktionieren. Der Ebusco 2.2 ist am meisten unterwegs, der 3.0 wird ebenfalls ein revolutionäres Modell mit 33 % weniger Gewicht, einem längeren Lebenszyklus und einer größeren Reichweite sein. Ähnlich wie die 2er-Serie wird der 3.0 in Bezug auf die TCO der Klassenbeste sein. Ebusco hat viele Partner und Lieferanten, mit denen sie seit mehreren Jahren zusammenarbeiten, wie z.B. CATL & Gotian für die Batterien, Continental für das Cockpit, Achsen von ZF, Sitze von Kiel, die Türen von Ventura und zuletzt die Wärmepumpe von Aurora. Die Busse werden in China mit dem Partner FTBCI zusammengebaut. Alle Busse werden dann nach Deurne transportiert, wo die letzten 30% des Produktionsprozesses durchgeführt werden. Die Busse werden fertiggestellt und optimiert, bevor sie den Endkunden erreichen.  Der Plan für die Zukunft ist, dass alle Ebusco-Busse in den Niederlanden gebaut werden. Dieser Prozess hat bereits mit den 3.0-Bussen begonnen, deren Produktion vollständig in den Niederlanden erfolgen wird. Mit all diesen genannten Aktivitäten und Veränderungen wollen wir zu einem besseren Lebensumfeld beitragen, indem wir einen sicheren, zuverlässigen, nachhaltigen, erschwinglichen und emissionsfreien öffentlichen Nahverkehr auf der ganzen Welt ermöglichen.